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Fundkatze Mädl

MädlEHK, weiblich/kastriert, April 2017 geboren, Fundkatze...

 




MädlMädl kam mit ihrem Bruder aus dem höheren Vogelsberg zu uns, da sie sich einer Katzengruppe angeschlossen haben, die nicht noch größer werden kann und somit sind Männe und Mädl zu uns gekommen. Nach mehr als einem Jahr Aufenthalt in unserem Tierheim und keiner einzigen Anfrage, mussten wir Männe über die Regenbogenbrücke gehen lassen und Mädl sucht nun erstrecht und noch viel dringender ein Zuhause.

Leider hat sie wohl in ihrer Kindheit keinen oder nur wenig Kontakt zu Menschen gehabt. Daher findet Mädl uns Zweibeiner regelrecht fürchterlich - auch nach all der Zeit im Tierheim hat sich daran leider nichts geändert. Es ist einfach zu viel "Konkurrenz" da und es ist schwierig, sich auf nur ein Tier voll und ganz zu konzentrieren. In einem eigenen Zuhause mit weniger Trubel wäre das natürlich um einiges einfacher. Sicher möchte sie ihre Freiheit nicht aufgeben müssen und möchte Freigang genießen!

Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass irgendwo da draußen Mädl's passender Deckel ist und ihr endlich eine schöne Welt zeigen kann. Andere Katzen findet Mädl meist toll, sie sollten aber mit ihr "auf einem Level" sein, denn Mädl kann auch mal ein wenig herrisch sein. Andererseits ist sie aber auch der Typ Katze, der sich mobben lässt. Mädl ist also sehr wandelbar und passt sich meist der Situation an - mal ist sie die schwächere und mal die stärkere. Mittlerweile hat sie eine starke Bindung sowohl zu Umbro, als auch zu Ukki aufgebaut, obwohl sie sich zu Beginn gar nicht verstanden haben. Nun teilen sie sich meist einen Schlafplatz und Mädl wird immer schön von ihren Jungs geputzt. Wahrscheinlich mag sie Kater einfach lieber als ihre Weiblichen Artgenossen. Sie würde gerne einen ihrer Jungs mit in ihr neues Zuhause bringen oder zu einem souveranen Erstkater ziehen! Wer hat viel Zeit, Geduld und Liebe zu geben für unser hübsches Mädl?

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Freundschaften im Tierheim - großes Glück oder erschwerte Vermittlung?

Da sitzen sie, unsere drei Katzen Ukki, Umbro und Mädl. Wir fragen uns oft, ob ihre Freundschaft etwas ganz tolles ist, oder ob ihnen das die Vermittlung so gut wie unmöglich macht.
Freundschaften, die über einen gewissen Zeitraum unter unseren Tieren entstehen, sind einfach nur herzerwärmend. Wir sind der Meinung, dass es ihnen das Leben und den Aufenthalt bei uns extrem aufwertet und verschönert. Aber wenn es dann darum geht, diese Tiere zu vermitteln, stellen sich immer wieder dieselben Fragen in unseren Köpfen:
Können wir sie trennen? Wer nimmt sie denn zu dritt? Wie sehr würde einer oder die anderen beiden trauern, wenn man sie trennt? Wie lange müssen sie noch warten?

Wir hadern bei diesen drei Katzen schon sehr lange mit uns. Aus der Erfahrung heraus wissen wir ganz genau, dass es nicht unmöglich ist, dass sie zusammen bleiben dürfen. Dennoch ist es schwer, jemanden zu finden, der gleich drei Katzen aufeinmal adoptieren will, vor allem, wenn es keine quirligen Kitten sind.

Aber mal zurück zum Anfang ...

Ukki und Umbro sitzen nun schon fast zwei Jahre bei uns. Sie kamen mit vielen weiteren Artgenossen von einem Bauernhof. Ihre sehr scheuen Freunde durften nach der Kastration zurück in ihre Freiheit, die zutraulichen durften bei uns auf ein schönes Familienleben hoffen. Einer nach dem anderen durfte ausziehen. Ukki hatte sich einen großen Narren an seiner Freundin Unni gefressen, Umbro war stets an Umays Seite. Wir hofften, sie in diesen Konstellationen vermitteln zu können, doch da die vier sich auch gut untereinander verstanden, zogen Umay und Unni gemeinsam in ein tolles Zuhause.

Ukki und Umbro waren nun also die letzten der "Bauernhofkatzen" - wohlgemerkt die zutraulichsten von allen! Umbro machte in diesem Jahr eine schwere Phase durch und benötigte viele Medikamente. Wir kämpften lange um ihn und sind überglücklich, dass er nun wieder ganz der alte ist. Ukki zeigte ebenfalls Probleme und markierte täglich mehrere Stellen im Zimmer - der Auslöser hierfür waren Oxalatsteine, die wir schon eine Weile behandeln. Die Pinkelei hat aufgehört und auch er ist wieder wie früher.
Die beiden Jungs hängen nicht mehr ganz so doll aneinander, dafür werden sie aber von einer ganz besonderen Katze zusammengehalten: unser Mädl!

Mädl kam vor dreieinhalb Jahren, gemeinsam mit ihrem Bruder Männe, als junge Fundkatze zu uns. Die beiden hatten schon immer panische Angst vor Menschen und jeder Versuch, die beiden anzufassen oder gar sie zu impfen oder ähnliches löste massiven Stress bei ihnen aus. Für Männe war der ganze Tierheimaufenthalt einfach zu viel ... bei ihm brach FIP aus und wir mussten ihn gehen lassen. Nach dem Verlust ihres Bruders verlor Mädl noch mehr an Mut, sich mit uns Menschen abzugeben. Ihr einziger Freund starb und sie fand keinen Draht zu einem anderen Artgenossen. Entweder wurde sie gemobbt, oder sie mobbte die anderen selbst.

Irgendwann ergab sich per Zufall, dass Mädl zu Ukki und Umbro ins Zimmer umgesetzt wurde. Zu Beginn war sie nicht begeistert und wehrte die beiden Jungs mit Fauchen und wegrennen ab - bis es dann irgendwann einmal zwischen ihnen "knallte" und siehe da, ganz plötzlich waren alle Fronten geklärt.

Seitdem sind die drei unzertrennlich. Jeden Tag wird geschmust und gegenseitige Körperpflege betrieben, zusammen gegessen und gespielt. Sie haben schon viele Katzen kommen und gehen sehen, haben sich durch schwere Zeiten geholfen und waren immer füreinander da. Dieses Trio ist einzigartig und jeder einzelne von ihnen trägt eine Geschichte mit sich. Ihre Charaktere sind vielschichtig und sie ergänzen sich wirklich wunderbar.

Alle drei kommen von draußen und möchten sicher auch wieder gemeinsame Streifzüge in einem verkehrsberuhigten Bereich genießen können.

Mädl lässt sich bis heute von Fremden nicht anfassen - sie ist taff und misstrauisch, doch wir wissen, dass sie dies mit viel Liebe und Geduld ablegen wird. Ukki und Umbro sind ruhige Kater, die gerne mal gestreichelt werden, aber auch die Ruhe genießen möchten. Kleine Kinder wären den dreien wohl zu viel Trubel, doch Teenager, die ihre Privatsphäre akzeptieren, fänden sie sicher super.

Wo sind die Menschen, die uns diesen Wunsch erfüllen können? Wir möchten unsere drei nicht mehr trennen, aber wir wollen auch keinen von ihnen unnötig in unserem Tierheim halten und die Chance auf eine tolle Zukunft verderben. Es ist schwer, in einer solchen Situation zu entscheiden, was richtig und was falsch ist. Wie lange müssen die drei noch auf ihr großes Glück warten? Wer kann dem bitteren Warten ein Ende setzen?


Ukki, Umbro, Maedl




















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